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  • Peiker Mikrofone im A320 Cockpit im Eigenbau

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    Nach dem ich in Friedrichshafen auf der Aero bei Skalarki das erste ACP Panel gekauft habe, war mein Wunsch, dass Intercom von Jeehell in den Testbetrieb zu nehmen. Bisher hatte ich überhaupt keine Vorstellungwie wie dies überhaupt rein technisch funktioniert, was man davon im Simulator umsetzen kann und wie ich meine gesamte Software (VoxATC, Multi Crew Expirence) damit ansteuern kann. Zwei Headsets habe ich schon länger im Einsatz, welche auch per Sidestick über den Push to Talk Button funktionieren. Das Mikron hatte ich schon seit ewigen Zeiten in der Ecke liegen, aber nie zum Einsatz gebracht.

    Nach dem ich das ACP eingbaut und konfiguriert hatte, habe ich mir zunächst die notwendigen Informationen aus dem Netz besorgt, wie das ACP funktioniert. Durch das INtercom von Jeehell hatte ich schon eine grobe Vorstellung. Die technische Umsetzung in Form von Soundkarten und Virtual Audio Cable, werde ich in einem separaten Post erklären. Hintergrund war nun erstmal die Mikrofone neben den Headsets benutzen zu können, dabei aber die Steuerung des Intercom zu berücksichtigen. Bei einem Gespräch mit Peter (Captain Pero) wurde mir kklar, dass normale Mikrofone ja keine Push to Talk funktion besitzen. Zumindest nicht, wenn die Mikrofone für den PC gemacht wurden. Ich habe eine ganze Nacht lang im Internet gesucht, ob es solche Mikrofone direkt für den PC gibt. Die Antwort darauf war ganz klar gibt es nicht.

    In einigen Foren habe ich herausgefunden, dass es Cockpitbauer gibt die sich in der Bucht einen Satz Peiker Mikrofone gakuft haben. Allerdings funktionieren diese Mikrofone nur, wenn man auch noch einen Vorverstärker einsetzt. Grundsätzlich kein Problem, allerdings muss man erst mal die Mikrofone bekommen und dann noch einen Vorverstärker kaufen. Dazu hatte ich keine Lust. Und wer meinen Blogaufmerksam gelesen hat, wird sicher zwischenzeitlich wissen, dass ich ein Bastler bin, der amliebsten alles selber macht. Somit war die Idee geboren diese Mikrofone einfach selber zu bauen.

    Wie wir im Laufe diese Post feststellen werden ist dies auch nicht unmöglich. Ich habe mir mein gekauftes PC Mikrofon genommen und etwas genauer begutachtet. Die Idee war, den Kopf des Mikrofones einfach abzuscheiden, die Technik auszubauen und den Griff durch ein Rohr zu erstezen. In dieses Rohr sollte der Ein- / Ausschalter des Mikrofons sowie ein Taster der über die Joystick Controller die Push to Talk Taste realisiert. Vorteil dieser lösung war, dass ich mir keine Gedanken um Impedanz des Mikrofones machen musste da es ja für den PC gemacht wurde.

    Hier das Mikrofon so wie es im Original aussieht:

    A320-Mikrofon-Peiker-1

    Also habe ich im Internet nach brauchbaren Lösungen gesucht. Erster Schritt war ein Rohr (Kunststoff oder Aluminium) im Netz zu finden, was dem Durchmesser des Original Griffes entspricht. Das geht natürlich nicht auf den Millimeter genau aber grob sollte es passen. Dann wurde noch ein Taster benötigt, der sich aber trotz des kleinen Innendurchmesser des Rohres noch einstzen lassen wüerde. Ich habe alles im Netz gefunden und fleißig bestellt.

    Als erstes musste das gute Mikrofon nun zerlegt werden. Ich bin immer noch dakbar, mir irgendwann mal einen Dremel gekauft zu haben, damit bekommt man einfach alles aufgeschnitten. Wichtig war ja keine Elektronik zu beschädigen!

    Das Ergbnis meiner Bemühung sieht man hier:

    A320-Mikrofon-Peiker-2

    Ich konnte den Kopf des Mikrofons vorsichtig abschneiden ohne etwas zu beschädigen. Gebraucht wurde ja nur noch das Gewicht und der Ein- Ausschalter aus dem Griff. Alles andere war nun für den Müll. Überprüft habe ich nur die Steckerbelegung, da ich diese ja wieder richtig herstellen musste.

    Im nächsten Schritt habe ich mich dann dem neuen Griff gewidmet. Dazu habe ich ein Druckrohr für Wasserleitungen aus dem Sanitärbereich verwendet, welches den fast passenden Durchmesser hatte. Ich habe mit der Mirofonkapsel Maß genommen und dann entsprechend ein Loch für den Taster und den Ein- Ausschalter gemacht. Noch zwei Löcher für die Schrauben des Schalters und ein wenig das Rohr abgeflacht, damit es sich später besser bedienen lässt und die Überwurfmutter für den Taster möglichst flach aufliegt.

    A320-Mikrofon-Peiker-3

    Kurze Kontrolle ob ich alles richtig gemacht habe.

    A320-Mikrofon-Peiker-4

    Passt, wackelt und hat Luft. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn die Öffnung im Mikrofonkopf war ca. 2mm größer als der Rohrdurchmesser. Ausserdem hatte ich nun nur einen 1mm breiten Rand im Mikrofonkopf um es an dem Rohr zu verkleben. Das hätte natürlich nicht funktioniert. HIer hilft das Glasfaserspachtel erheblich weiter. Ich habe den Mikrofonkopf einfach damit am unteren Rand befüllt. Dies sollte man vorsichtig mach, damit der Glasfaserspachtel nicht bis an das Gitter des Mikrofons reicht. Das Rohr habe ich vorsorglich zu diesem Zeitpunkt bereits das erste mal geschliffen und lackiert.. Mir war klar, dass ich am Schluss, nach dem auch Schalter und Taster eingebaut sind sicher noch eine weitere Lackierung notwendig sein würde, aber vorher schon ein Lackschicht aufbegracht zu haben, macht es deutlich einfacher, dass hinterher gein graues Rohr zu sehen ist.

    A320-Mikrofon-Peiker-5

    Im nächsten Schritt musste dann der Glasfaserspachtel natürlich so abgeschliffen werden, dass der neue Steeg nun passen zum Rohrdurchmesser ist, sonst kann der Kopf nicht haltbar angeklebt werden.

    A320-Mikrofon-Peiker-7

    Hier jetzt schon abgeschliffen mit eingesetzter Mikrofonkapsel. Auch dabei hat der Dremel mal wieder gute Dienste geleistet und der Schafft um die Kapsel auf das Rohr kleben zu können war fertig.

    Jetzt war es an der Zeit die Technik in das Rohr einzubauen, schließlich muss der Taster und der Ein- Ausschalter schon vorher im Rohr fest verbaut sein, bevor man den Kopf des Mikrofones ankleben kann. Dazu musste vorher mit möglichst dünnen Kabel das Ganze vorbereitet werden. Da man später nicht mehr nachsehen kann, macht es Sinn, die Farben der Kabel sinnig zu wählen, damit man Taster un Mikrofon noch unterscheiden kann. Besonders beim Mikron ist Masse und Plus Leitung wichtig.

    A320-Mikrofon-Peiker-6

    Und so sieht es dann aus, wenn Alles eingebaut ist:

    A320-Mikrofon-Peiker-8

    Zum Schluss muss das Rohr am Ende natürlich verschlossen werden und ein Kabel mit Steckern ist auch notwendig. Ich abe mir Spralkabel besorgt und Klinkenstecker aus Metall. An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass ich, würde ich es noch mal machen mich nicht mehr für Klinkenstecker entscheiden würde. Besser wäre ein DIN Stecker, dann kann man alles in einem Stecker verlöten, was deutlich einfacher und schöner wäre. Natürlich gint es passen zu den Rohren auch endkappen. Eigentlich werden die natürlich über das Rohr gestülpt. Ich habe mich aber für eine Endkappe entschieden die den gleichen aussendurchmesser wir das Rohr hat, so konnte ich sie einfach von unten ankleben.

    Letzen Endes habe ich das Sprabkabel angelötet und für eine Zugentlastung gesorgt, sonst reißt man sich irgendwann mal das Kabel ab. Das Gewicht wurde dann mit Heißkleber im Rohr verklebt. Den MIkrofonkopf habe ich mit UHU Allplast Spezialkleber dann auf das Rohr geklebt. Danach habe ich noch zweimal geschliffen und lackiert. Vor dem endgültigen Zusammenbau, habe ich natürlich einen Funktionstest gemacht, da dies hinterher nicht mehr möglich gewesen wäre.

    Das Ergebnis, hier das Original und das selbstgebaute "Peiker" Mikrofon

    A320-Mikrofon-Peiker-9

    Und so sieht mein Erstlingswerk aus. Der untere Rand wurde vor dem lackieren noch mit Heißkleber abgedichtet damit es schöner aussieht.

    A320-Mikrofon-Peiker-10

    Natürlich wird beim zweiten Mal vieles Einfacher und man geht besser vor. So ist das zweite Mikrofon deutlich schneller gebaut gewesen und es sieht auch noch mal ein bisschen besser aus. Selbst den silbernen Rand habe ich per Klebefolie nachgeholt.

    Und nun habe ich im meinem Home Cockpit zwei Stabmikrofone die auch einen Push to Talk Button besitzen. Nach dem ich alles wie angedacht mit dem Joystick-Controller verbunden habe funkioniert dies einwandfrei und ich kann dank Intercom Software nun entweder das Headset nutzen oder das Stabmikrofon, ganz so wie es in Echt auch funktioniert. Der Arbeitsaufwand hat sich dabei in Grenzen gehalten. Ich habe an drei Abenden das ganze gebaut, da man ja auch Wartezeiten mit berücksichtigen muss.

    Die mitgelieferten Halter habe ich abgeschnitten, natürlich mit dem Dremel, was sonst, da der Fuß ja nicht zu gebrauchen ist. Anschließend habe ich den Halter angebohrt und hinter dem Sidestick an die Box geschraubt, wo es ja auch hingehört.

    A320-Mikrofon-Peiker-11